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Silverstripe-Buch

Gerade eben die Lektüre des Silverstripe-Buchs von Steven Broschart und Ingo Schommer beendet.

Ein gut geschriebenes Buch, das neben einem umfassenden Einstieg in Silverstripe auch Informationen zur Einrichtung
einer geeigneten Entwicklungsumgebung und Testen und Optimierung eigener Silverstripe-Applikationen bietet.

Es wird anhand einer Beispielanwendung ein Rundgang durch die vielfältigen Möglichkeiten von Silverstripe geboten

Das erste Buch überhaupt zu einem noch wenig bekannten CMS zu schreiben ist natürlich eine besondere Herausforderung und auch Verantwortung.

Das ist hier in jedem Fall gut gelungen, das einzige was den Lesefluss “stört” ist die kontinuierlich wachsende Begeisterung für Silverstripe.
So dass man es kaum erwarten kann das Buch mit dem Rechner zu tauschen.

URLS

www.silverstripe-buch.de

Silverstripe 2.3.3

Mit schöner Regelmäßigkeit wird in einschlägigen Foren die Frage nach einem einfach zu bedienenden, aber dennoch flexibel erweiterbarem, CMS gestellt.

Auch ich bin immer noch auf der Suche nach diesem “Heiligen Gral”.

Als Antwort wird mehr oder weniger immer der gleiche Kanon aus gut einem halben Dutzend Open Source CMS genannt.
Neben dem DACH-Platzhirschen TYPO3 wird meist noch Joomla!, Wordpress, Drupal, modx, Typolight und Conteniedo genannt.
Und neuerdings auch immer öfter Silverstripe.

Also flugs installiert und ausprobiert.

Sehr gut gefallen hat mir bisher:

  • Das Tutorial, unbedingt durcharbeiten. Sehr gut gemacht.
  • Das Template-System.
  • Das ORM.
  • Das aufgeräumte Backend
  • Die integrierte Versionsverwaltung mit visuellem Diff.
  • Das integrierte Staging (Draft und Live)

Weniger gut gefallen hat mir folgendes:

  • Man kann keinen Tabellen-Präfix definieren. Damit kegelt sich das System selbst aus der Zielgruppe der shared-Hosting Nutzer die nur eine Datenbank haben aber vielleicht mehrere Applikationen verwenden wollen.
  • Installation nur im Webroot möglich.
  • Module und Widgets haben kein eigenes Verzeichnis sondern liegen neben den Core-Daten einfach im Hauptordner herum.
  • Es sind nur einfache URLs ohne Verzeichnisstruktur möglich. Das könnte bei größeren Projekten problematisch werden.

Was Silverstripe weniger gut kann.

  • Eine fein granulierte Rechteverwaltung ist nicht vorgesehen.

Mmmmh, wobei ich mir da nicht mehr so sicher bin. Das System ist, u.a. über Dekorierer und Hooks, extrem flexibel anpassbar. Tja, eigentlich sollte diese Liste der “Kann weniger gut”-Punkte noch länger werden, dafür muss ich erst noch tiefer in die Materie einsteigen.

Auf den ersten Blick kann Silverstripe alles!

Fazit

Silverstripe ist in jedem Fall nur etwas für Leute mit Kenntnissen in objektorientiertem PHP.
Konfiguriert wird das System ausschließlich über das Schreiben eigener Klassen.
Wobei der zu schreibende Code sehr einfach und verblüffend kurz ist.
An vielen Stellen wird einem mit Magie unnötige Arbeit bei Standardaufgaben abgenommen.
Ist das System erstmal eingerichtet, und das geht schnell, gibt es ein sehr benutzerfreundliches Backend.
Das macht reichlich Gebrauch von Javascript, TinyMCE und natürlich auch AJAX, und sollte von weniger geübten Mausschubsern ohne Probleme bewältigt werden können.

Für kleinere Webseiten und Applikationen ist SilverStripe vielleicht tatsächlich der Heilige Gral.

Die aktuelle Version unterstützt von Haus aus i18n.
Das können viele andere der kleineren CMS weniger gut.

Ich werde das mal weiter ausprobieren.
In jedem Fall hatte ich bei Silverstripe des öfteren einen Anflug von Begeisterung – “Boah, wie geil” – verspürt.

Die rocken die Kiwis.

URLS

Silverstripe Open Source CMS Framework (silverstripe.org)

Deutsche Community (silverstripes.de)